Welches Leben wollen wir leben und was hält uns davon ab?

Welches Leben wollen wir leben und was hält uns davon ab?

Welches Leben wollen wir leben und was hält uns davon ab?

Das Studium abgeschlossen, gute unbefristete Arbeitsverträge, Hochzeit – da kommt die Frage auf: was jetzt? Kind, Kegel, Karriereleiter? Eigenheim? Schrebergarten?
Welches Leben wollen wir leben und was hält uns davon ab? Die Frage wird im Kopf so laut, dass wir sie nicht mehr überhören können. Kann man aus einem guten Leben ein noch besseres machen? Was macht uns glücklich und warum haben wir eigentlich so viel Zeug? Wenn wir wählen könnten: mehr Luxus oder mehr Leichtigkeit? Mehr Stille oder doch mehr Statussymbole? Was bedeutet Sicherheit und wie viel brauchen wir davon?

Kann man aus einem guten Leben ein noch besseres machen?

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Unser bestes Leben – ein Brainstorming

Irgendwann im Januar 2020 funktionieren wir einen letzten Rest Geschenkpapier zu einem Ideen-Board um. Schreiben „Unser bestes Leben“ in die Mitte, zücken einen Stift und dann: träumen ahoi!

Was viele der spontanen Spinnereien auf dem Papier gemeinsam haben: Es geht ums Ausprobieren, um Leichtigkeit, Natur, neues Lernen, es geht um Alltagsabenteuer. Nicht viel später, stürzen wir uns in Dokumentationen, Podcasts und Blogartikel über alternative Lebensentwürfe, Minimalismus, übers Wohnen im Tiny House oder Unterwegssein im Camper Van. Wir stolpern über den Begriff „Spießer-Aussteiger“ und müssen schmunzeln.

Hand aufs Herz: wo die Reise hin geht, (oder ob am Ende alles so bleiben soll wie es ist) wissen wir noch lange nicht – und vielleicht ist es genau das, was diese Zeit gerade so spannend macht.

Was so aufs Papier kam (ein Ausschnitt):

Zwei Schritte zurück getreten, auf das Papier schauend, stellen wir fest: So weit weg sind wir gar nicht vom „besten Leben“. Aber klar, natürlich gibt es die ein oder andere Sache, die uns beim Gedanken daran, ein Schmunzeln ins Gesicht bringt. Manche Gedanken sind vielleicht noch zu groß, um sie laut auszusprechen, aber diesen Ausschnitt mit kleinen Ideen können wir schon einmal bedenkenlos teilen:

  • Ordnung in den Keller bringen
  • jeden Monat ein Buch lesen
  • die besten Plätze für Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge in Leipzig finden
  • einen Acro-Yoga Kurs machen
  • jeden Monat ein neues Rezept kochen
  • ein „neues Erlebnis“ im Monat
  • passives Einkommen
  • endlich mal wieder den Impfausweis checken
  • beim Parkrun teilnehmen
  • eine Lieblingsrezepte-Sammlung erstellen
  • genug Wasser trinken
  • weitere Boulderhallen in Deutschland und Europa besuchen
  • Probewohnen im Tiny House

Das erste Projekt: Ordnung in den Keller bringen

Ist es nicht skurril: Wir erlauben uns alles zu träumen und die erste Sache, die auf das Papier kommt, ist der Punkt „Ordnung in den Keller bringen“.  Aber ja, irgendwie hat sich da doch in den vergangenen drei Jahren eine Menge angesammelt. Im Keller, in der Abstellkammer und vielleicht auch in unserer Wohnung. Überbleibsel aus Uni-Zeiten, den WG-Leben, Kartons, alte Schulsachen und  eine ganze Reihe an Dingen, die wir längst vergessen hatten.

„Wer los lässt, hat beide Hände frei.“, las ich vor Kurzem. Und vielleicht ist es genau das, was es gerade braucht: zwei freie Hände und ein freier Kopf für viele neue Abenteuer.

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